Träne des Windes/Tausend Seen

Kommt, ich lade euch ein, setzt euch hin, macht es euch gemütlich. Seid ihr alle da? Wenn wir uns bewegen wie auf Dornen, ist jedes Wort, aus unserem Munde verlogen.

 Seid ihr angekommen? Seid ihr alle angekommen? An diesem Ort, von dem ich sprach? Habt ihr alles mitgenommen? Wer ist zurückgeblieben? An alles habt ihr gedacht. Euer Hab und Gut. Sogar das Feuer. Und jetzt? Was ist besser als vorher?

 

Ich bin angekommen, an diesem besagten Ort. Hab es angenommen, will nie wieder fort. Werde jeden Tag neu geboren, jeden Abend und jeden Morgen. Ja, früher bin ich an jenen Tagen gestorben. Hab gebetet, die Engel haben mir geholfen. Wie viele Male hab ich angeklopft, gerufen und gehofft. Ja, ich bin angekommen, ich bin zu Hause.

 


Mutter Erde

 

Bekomme keinen Kummer, Sternenstaub liegt in der Luft, und nachdem alles gerichtet ist sowie nichts mehr auf seinem Platz steht, wird er niederkommen und sich über dein Haupt legen wie eine warme Decke. Das heilige Wasser aus den immer fließenden Fluss wird dich wieder beleben. Unsere Liebe wird deine Nahrung sein. Sowie unser Hass dich vorher verhungern ließ. Wie viel Leid, Schmerz wie Trauer kann ein Mensch ertragen? Wie viel leid kannst du noch ertragen, Mutter aller Mütter? Deine Tränen das Lebenselixier aller Leben. Was maßen wir uns an, alles besser machen zu wollen als du! Deine Perfektion, all die Dinge, die du uns gibst. Dein Wissensschatz den wir missbrauchen, deine Schönheit, mit der wir uns messen. Deine Klänge, deine Musik, mit deinem Chor erschaffst du eine Symphonie. Ohne Mühe erschaffst du die malerischsten Gebilde. Deine Architektur ist einzigartig, dein Verständnis für Kunst, einzigartig! So wild wie wunderschön lässt dich nicht zähmen. Du erfindest dich immer wieder aufs Neue. In jeder deiner Faser steht Evolution sowie Revolution! Deine Wutausbrüche sind zerstörerisch wie belebend zugleich.


Die Welt in Flammen

 

Sintflutartig fällt der Regen auf die Erde. Flüsse werden zu reißenden Strömen, Sterne die vom Himmel fallen, die Welt steht in Flammen. Seht, geändert hat sich nichts. Von Anbeginn der Zeit bekriegen sich die Menschen untereinander. Als wäre es nicht genug, haben sie auch noch unserer Mutter den Krieg erklärt. Die Mutter weint, der Vater tobt! Und wir, rebellieren wie die kleinen Kinder. Es ist nie genug. Erbarmungslos schlachten wir alles nieder. Wir wollen es jetzt, sofort! Was ist der Grund? Etwa weil wir vergessen, woher wir entspringen? Oder zwingen uns die verdrehten, wie abstrakten Worte unserer Vorfahren, die uns verwirren, demnach wir falsch deuten? In die falsche Richtung lenken? Ich denke … es ist, wie wir die Zeit wahrnehmen. Die Realität, das es ein Ende gibt hier auf Erden, die Angst des Wegfalles, das weltliche Loslassen, ich denke … das aus dem Unterbewusstsein manche Menschen in einer Art Panik verfallen. In eine kollektive Panik, nicht sichtbar, sondern unsichtbar, schleichend. Anders kann ich mir unser Verhalten gegenüber Mutter Natur, wie alles, was auf ihr lebt, nicht erklären. Vom Empfinden der Zeit ist die Menschheit noch wie ein einjähriges Kind, das gerade erst laufen kann.


Ohne dich

 

Ohne dich, was wäre ich? 

Ohne dich wäre ich nichts! 

Ohne dich wäre ich immer noch auf der Suche,

nach dem Licht / ohne dich? Leben? Ohne Seele? 

Nach Glück streben? Würde sich das lohnen? 

Wie oft bin ich immer wieder neu geboren? 

Ohne dich, wo wäre ich? Ja ich wäre hier, 

aber du nicht bei mir,

doch dem Himmel sei Dank bist du hier,

ich bin nicht mehr allein,

sitz nicht mehr am Grund der Meere wie ein Stein,

dank dir bin ich der, der ich bin,

frei, dem Himmel so nah,

ich erinnre mich, wie alles geschah,

der Himmel berührte die Erde,

ich lebe.


Fliegen

 

Manchmal wünschte ich, ich wär ein Vogel, 

mit ganz großen Flügeln,

würde dich entführen,

über alle Wolken mit dir fliegen,

dem Sonnenuntergang entgegen,

auf einer Insel landen und mich wieder verwandeln,

dich ganz fest in meine Arme nehmen,

unter Palmen leben,

werde dich immer lieben,

du bist meine Frau,

von Gott gegeben.

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